Fröhlich, herzlich, jung geblieben: Der Landfrauenverein Bornhöved und Umgebung feierte sein 75-jähriges Bestehen
Die Mitglieder und Gäste des Landfrauenvereins Bornhöved und Umgebung hatten viel Stoff für Klönschnack, als am 24. Januar 2026 auf dem Schmalenseer Gemeindesaal am Gasthof Voß das 75-jährige Bestehen gefeiert wurde. „Man musste mir am Eingang nicht sagen, wo es lang geht“, scherzte die Landesvorsitzende Claudia Jürgensen: „Das konnte ich auch so hören.“
Launig und aufmunternd stimmte Sigrid Niels-Rönnau dann auch ihre Zuhörerschaft ein: „Wir können leise, aber wir können auch laut!“ Damit gab sie angesichts des Jubiläums gleich die Parole für diesen besonderen Tag und die Zukunft aus: „Wir werden immer eine feste Größe im ländlichen Raum sein und bleiben!“
In ihren Grußworten griffen Claudia Jürgensen, die Segeberger Kreisvorsitzende Petra Fahje sowie Bornhöveds Amtsvorsteherin Dr. Beatrix Klüver und auch Bürgermeister Dirk Griese als Hausherr diesen Anspruch bestärkend auf. „Wir können feiern und uns fortbilden, aber wir sind auch ein vernehmbares politisches Sprachrohr“, unterstrich Claudia Jürgensen. „Unsere umfangreichen Angebote und die stete Offenheit für Neues machen unser Erfolgsrezept aus“, ergänzte Petra Fahje.
Einen Blick in die Historie gab es auch. Seit der Gründung am 23. Januar 1951 hat der Verein sechs Vorsitzende gehabt, darunter das Ehrenmitglied Wiebke Bock. Was die siebte Vorsitzende Sigrid Niels-Rönnau in ihrer Begrüßung zusammenfasste, hatte der Vorstand ergänzend und umfangreich mittels Auslage von Protokollbüchern, Fotoalben und Presseberichten zusammengetragen – und so manche Landfrau vertiefte sich in die Vereinsgeschichte, erkannte manches Gesicht und die eine oder andere Schlagzeile wieder.
Natürlich durften Danksagungen nicht fehlen. Ob nun ehemalige oder aktive Mitglieder, mit oder ohne Vorstandsfunktion, Ortsvertrauensdamen, Kreis- und Landesverband oder die Nachbar-Ortsvereine, Kooperationspartner vor Ort inklusive der Gemeinden des Vereinsgebietes – Blunk, Bornhöved, Damsdorf, Gönnebek, Schmalensee, Tarbek, Tensfeld und Trappenkamp. Zurecht hoffte Sigrid Niels-Rönnau, in der Bilanz von 75 Jahren niemanden vergessen zu haben. Etwa Familie und Firma Kaack aus Gönnebek, die bei Einladungen und Dekoration zum Jubiläum unterstützt hatten.
Dass sich die Landfrauen auch nach 75 Jahren als eine zweite Familie anbieten, unterstreicht der Zuspruch, den der rund 200 Mitglieder zwischen 31 und 91 Jahren zählende Bornhöveder Verein erfährt. 78 Neueintritte seit der Corona-Pandemie (die eine 70-Jahr-Feier verhindert hatte), „und 2026 schon weitere vier!“, wie Siegrid Niels-Rönnau verkünden konnte.
Höhepunkte der Jubiläumsfeier, bei der man sich aus der Küche des Gasthof Voß verwöhnen ließ, waren zweifellos die auflockernden Auftritte des Landfrauenchors aus Hartenholm unter der Leitung von Imme Demos. Die mit großer Fröhlichkeit und gestenreich vorgetragenen Stücke – querbeet – bewiesen das liebenswerte Landfrauen-Leben und die Sängerinnen steckten ihre Zuhörerschaft spätestens und lauthals an, als es hieß „Singen gibt uns Kraft, vor allem in Gemeinschaft!“
Der Blick der Landfrauen aus Bornhöved und Umgebung geht mit viel Zuversicht und Vorfreude nach vorn. Was fehlt da noch zum Glück? „Noch mehr Ehrenamt“, verrät die Vorsitzende. „Wenn es uns nicht gelingt, immer wieder neue Frauen für die Mitarbeit im Vorstand und der Organisation von Aktionen und Veranstaltungen zu begeistern, kann alles, woran wir uns heute erfreuen, mal ein Ende haben.“
Aber zum Glück überwog an diesem Tag in Schmalensee die Freude und Begeisterung am Landfrauen-Dasein – das sollte doch Ansporn und Tatkraft für viele weitere Erfolgsjahre geben.
Bildunterschrift
Ehrenmitglied Wiebke Bock (v.li.), Landesvorsitzende Claudia Jürgensen, Gastgeberin Sigrid Niels-Rönnau und die Segeberger Kreisvorsitzende der Landfrauen Petra Fahje genossen die Jubiläumsfeier.
Text und Bilder: Christian Detlof
Immer auf der Höhe der Zeit
75 Jahre Landfrauenverein Bornhöved und Umgebung
Bornhöved. Ihr „Landfrauen-Café“ ist legendär. Vereine, Organisationen, selbst die Kirchengemeinde schätzen sich glücklich, wenn sie die fleißigen und versierten Tortenbäckerinnen vom Landfrauenverein Bornhöved und Umgebung für ihre Veranstaltungen gewinnen können. Das darf auch gern so bleiben, denn sie backen gern, so die Vorsitzende Sigrid Niels-Rönnau. „Aber natürlich stehen wir für weitaus mehr.“ Und das war schon immer so in 75 Jahren Vereinsgeschichte. Das entsprechende Jubiläum wird am 24. Januar im Schmalenseer Gasthof Voß gefeiert.
Es soll ein Jubiläum für die Mitglieder sein, ein schöner Tag und nettes Miteinander, verrät die Vorsitzende. „An so einem Tag braucht es kein überfrachtetes Programm. Wir haben mittlerweile rund 200 Mitglieder, und die haben sich viel zu erzählen“, sagt Sigrid Niels-Rönnau, lässt aber durchblicken, dass etwas Programm durchaus vorgesehen ist bei der um 11 Uhr beginnenden Veranstaltung. Etwas nervös vor der großen Zusammenkunft sei sie schon, weiß aber ein tolles Vorstandsteam um sich, das im Organisieren routiniert ist und ihr den Rücken freihält. „Das wird ein schöner Tag!“
Zu dem auch die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Gemeinden eingeladen sind, über die sich das Vereinsgebiet erstreckt: Blunk und Bornhöved, Damsdorf und Gönnebek, Schmalensee, Tarbek, Tensfeld und Trappenkamp. Man setzt auf eine lockere Zusammenkunft, bei der in Erinnerungen geschwelgt und Aktuelles ausgetauscht werden darf. Das Formale sieht Sigrid Niels-Rönnau eher im Hintergrund – schließlich gibt es dafür die Jahreshauptversammlung am 26. Februar.
Gefragt nach dem, was ihren Verein und die Landfrauenorganisation ausmacht, antwortet Sigrid Niels-Rönnau wie aus der Pistole geschossen: „Wir sind eine starke und zukunftsorientierte Gemeinschaft mit einer Schwäche fürs Land!“ Von Beginn an seien die Landfrauen darauf aus gewesen, ihren Mitgliedern in der Gemeinschaft Themen zu vermitteln, die dem Zeitgeist entsprechen. So sei man „größter Bildungsträger im ländlichen Raum für Frauen“.
Waren es früher häufig berufsnahe Themen für die meist in der Land- und Hauswirtschaft verwurzelten Frauen, seien schon bald gesellschaftliche und Gesundheitsthemen dazugekommen. Auch der kulturellen und geistigen Vielfalt werde im Landfrauenwesen viel Raum gegeben. „Wichtig ist, dass die Interessen unserer Mitglieder bei der Programmgestaltung Beachtung finden“, betont Sigrid Niels-Rönnau. Damit schaut sie auch auf die Altersspanne in der Mitgliederdatei, sowohl zu den Älteren wie zu den sogenannten Jungen Landfrauen. Alle sollen sich zuhause fühlen.
Maßgeblichen Anteil daran hätten die Ortsvertrauensdamen. Die seien nicht etwa überholtes Relikt aus anderen Zeiten, sondern der Kitt, der einen Landfrauenverein, der sich über mehrere Orte erstreckt, zusammenhält: „Sind vor Ort die Ansprechpersonen, nehmen Interessen oder auch mal Unzufriedenheiten auf und kommunizieren das mit dem Vorstand, sozusagen als Vermittlerinnen. Sie wirken am Programm mit und sind unverzichtbar für die Organisation vor Ort“, erklärt Sigrid Niels-Rönnau. Außerdem trügen auch die Ortsvertrauensdamen ihren Anteil an der wichtigen Netzwerkarbeit der Landfrauen, die sich in ihrer ehrenamtlichen Arbeit vielfach nicht allein auf diesen Verein beschränken. „Landfrauen finden wir in Gemeindevertretungen, Bürgervereinen, Kirchengemeinden, in allen Berufsgruppen, sogar in der Feuerwehr“, weiß Sigrid Niels-Rönnau.
Bis hinauf in die Bundesebene reicht die Lobby-Arbeit der Landfrauenorganisation. So hätten die Landfrauen allein in den letzten 25 Jahren viel bewirken können, etwa bei der Verabschiedung des Gewalthilfegesetzes 2025 durch den Bundesrat oder die Anhebung der Altersgrenze für das Mammographie-Screening von 69 auf 75 Jahre. Seit 2003 laufen regelmäßige Gesundheitskampagnen des Landfrauenverbandes, und auch die Einführung des Unterrichtsfachs Verbraucherschutz (seit 2009/10) und eine Verbesserung der Mütterrente 2014 gingen auf Landfrauen-Initiativen zurück.
Zurück zur Basis und in den Landfrauenverein Bornhöved und Umgebung. Der will auch im Jubiläumsjahr ein umfangreiches Programm anbieten, mit Vorträgen, Ausfahrten, Gesundheit und Bewegung, dem beliebten Frauenfrühstück und vielem mehr. „Wir müssen gar nichts extra machen im Jubiläumsjahr – unser Kalender ist gut gefüllt und für jede ist immer genug dabei“, ist sich Sigrid Niels-Rönnau sicher.
Wenn es aber etwas gibt, das sich die Vorsitzende für ihren Verein und das Ehrenamt generell wünschen würde, dann eine größere Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Gerade im Verein sollte das nicht schwer fallen: „Es macht super viel Spaß, mit einem tollen Team Programme zu gestalten und Dinge anzuschieben“, bekräftigt Sigrid Niels-Rönnau. Mit einem eindrucksvollen Mitgliederzuwachs allein in den vergangenen zwei Jahren seien sie und ihre Mitstreiterinnen schon sehr zufrieden. „Aber jetzt braucht es ein Signal und Klarheit darüber, dass wir Landfrauen mehr sind als Kuchen backen!“
Da dürfte das 75-jährge Bestehen doch gerade recht und mit Signalwirkung daherkommen.
Der Landfrauenverein Bornhöved und Umgebung
wurde am 23. Januar 1951 in der Bornhöveder Bahnhofsgaststätte gegründet, damals noch als Bezirks-Landfrauenverein. Erste 1. Vorsitzende war Edith Meyer aus Tarbek. Es folgten 1952 Magda Schnoor (Gönnebek), 1966 Erna Hack (Tarbek), 1979 Katrine Jürgens (Damsdorf), 1983 Helga Hauschildt (Bornhöved) und 2001 Wiebke Bock (Blunk).
Seit 2018 ist Sigrid Niels-Rönnau aus Gönnebek Vorsitzende des über 200 Mitglieder zählenden Vereins. Den weiteren Vorstand bilden mit Beginn des Jubiläumsjahres die 2. Vorsitzende Karin Timm (Bornhöved), Kassenwartin Helma Horn (Tensfeld), Schriftführerin Margret Tensfeldt (Tarbek) sowie die Beisitzerinnen Ute Kiel und Christina Theuer (beide Tensfeld) und Anna Rave (Gönnebek). Ortsvertrauensdamen sind Wiebke Bock (Blunk), Andrea Scheel (Bornhöved), Ute Kiel (Damsdorf und Tensfeld), Hilde Semerak (Gönnebek), Waltraud Detlof (Schmalensee), Margret Tensfeldt (Tarbek) und Anne-Cathrin Hofmann (Trappenkamp).
Tagesfahrt nach Tondern – Weihnachtszauber in Dänemark
Am Dienstag, den 9. Dezember, machten wir uns auf den Weg zu unserer Weihnachtsfahrt in die dänische Stadt Tondern- Dänemarks gemütlichste Weihnachtsstadt..
Schon die Hinfahrt begann mit einem gemütlichen Frühstücksstopp in Jübek. Im liebevoll eingerichteten Café mit Sti(e)l erwartete uns ein leckeres Frühstücksbüfett– ein perfekter Start in den Tag.
Gut gestärkt ging es weiter nach Tondern, wo wir von 13:00 bis 16:00 Uhr ausreichend Zeit hatten, die weihnachtlich geschmückte Stadt zu entdecken. Überall funkelten Lichter, festliche Dekorationen sorgten für echte Vorweihnachtsstimmung und rund um den großen Tannenbaum luden ein paar kleine Stände zum Verweilen ein.
Ein ganz besonderes Highlight war die historische Apotheke: Auf drei Etagen drehte sich hier alles um Weihnachten – ein Paradies für alle, die festliche Dekoration lieben.
Leider spielte das Wetter nicht ganz mit – Regen begleitete uns durch den Nachmittag. Doch davon ließen wir uns die gute Laune nicht verderben und genossen die besondere Atmosphäre trotzdem.
Diese Fahrt bildete den Abschluss eines ereignisreichen Jahres mit vielen gelungenen Veranstaltungen.
Karin Timm
LandFrauen-Café beim Adventsmarkt am 22. November 2025
Zum 10. Mal fand rund um die Alte Schmiede in Bornhöved der traditionelle Adventsmarkt statt. Zahlreiche Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, sich
auf die Adventszeit einzustimmen – und das LandFrauen-Café trug erneut wesentlich zum Erfolg bei.
Viele LandFrauen hatten köstliche Kuchen und Torten gebacken, die großen Anklang fanden. Beliebt waren auch die frisch zubereiteten Schmalzbrote. Trotz des begrenzten Platzes herrschte eine herzliche
und lebendige Atmosphäre, die von allen sehr geschätzt wurde.
Wir waren wieder ein echter Magnet für die Gäste – und es hat uns viel Freude gemacht, dabei zu sein. Auch das Wetter spielte mit und sorgte für einen rundum gelungenen Adventsmarkt.
Karin Timm, Pressewartin
„Rock Pop Platt“ in der Kirche in Bornhöved am 06. November 2025
„Es war für unsere Vicelin-Kirche St. Jacobi Bornhöved eine erste Bewährungsprobe nach den Renovierungsarbeiten“, sagte eine erleichterte Pastorin Ulrike Egener. Nach Ende der rockigen Revue von Steffi Steup und ihren Danzdeerns wurden keinerlei Schäden an den frisch sanierten Außenwänden festgestellt, so die Pastorin.
Rund 250 Liebhaberinnen und Liebhaber der plattdeutschen Kulturszene erlebten ein abwechslungsreiches Programm mit viel Musik, Comedy und Tanz. Stimmgewaltig präsentierte Entertainerin Steffi Steup eigene plattdeutsche Texte und erzählte daraus humorvolle Geschichten. Ihre Danzdeerns begeisterten zusätzlich mit ständig wechselnden, fantasievollen Kostümen.
Mit ihrem energiegeladenen Programm aus Musik und Tanz erwies sich Steffi Steup als würdige Vertreterin des Kulturgutes der plattdeutschen Sprache.
Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Helferinnen und Helfern vor und hinter der Bühne. Ohne ihr Engagement wäre die Veranstaltung in dieser Form nicht möglich gewesen.
Gemeinsame Veranstalter waren der LandFrauenverein Bornhöved und Umgebung e.V., die Günnbeker Plattschnacker sowie die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Bornhöved.
Karin Timm, Pressewartin
Start in den November: Frühstück mit den LandFrauen
Der November begann für die LandFrauen mit einem echten Genussmoment: Ein großes, vielseitiges Frühstücksbuffet bei Annegret Voß im Landgasthof Schmalensee.
Neben dem Essen stand vor allem das Miteinander im Mittelpunkt. Bei vielen Gesprächen, Lachen und dem Austausch von Neuigkeiten verbrachten die Frauen einen rundum schönen Vormittag. Die entspannte Atmosphäre machte deutlich: Hier geht es nicht nur ums Essen, sondern auch um Gemeinschaft und gute Laune.
Ein Highlight waren die handgemachten Artikel von Margret Tensfeldt und Gisela Schmüser, die mit viel Liebe zum Detail gefertigt wurden und großen Anklang fanden.
Karin Timm, Pressewartin
Für die Landjugend zu alt – für die Landfrauen zu jung
Wohin nach der Landjugend?
Wie und wo können sich die jungen LandFrauen im Verband positionieren?
Die Jungen LandFrauen werden Mitglied ihres eigenen Ortsvereins, machen aber ihr eigenes Programm und führen ihr eigenes Logo.
Jede Gruppe bildet ein Organisations- und Sprecherteam aus drei bis fünf jungen Frauen. Angedacht ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Kreislandfrauenverband.
Wer Interesse hat, kann sich bei Sigrid Niels-Rönnau (Vorsitzende des Landfrauenvereins Bornhöved u. U.) unter der Tel. 04323/1061 melden.
Für die Jungen LandFrauen im Kreis Segeberg ist Kathrin Rehders Ansprechpartnerin.
Weiterführende Informationen findet ihr unter
www.kreislandfrauen-segeberg.de/junge-landfrauen
Oder nehmt Kontakt auf: